Translator in the spotlight: Martin Schürholz
The translator in the spotlight in June is Martin Schürholz from Germany. We asked Martin to answer a few questions about himself:
Who are you?
I am a German officer with a passion for travelling north. Norway, Iceland, and especially the Faroe Islands are my favorite destinations. Besides travelling, I am deeply interested in languages, literature, and sports.
What have you translated?
I have primarily translated novels into German, beginning with a five-part crime series by Steintór Rasmussen (Deyðin fer í bindiklubb, Hevndin úr havsins dýpi, Horvna rósan, Seytjandi maðurin and Ein er tíðin at liva). This was later followed by the young adult book Ódjór by Silja Aldudóttir and the social novel Tám by Jón Thorsteinsson.
Why do you love Faroese literature?
When I visited the Faroe Islands for the third time in 2013, following my trips in 1989 and 1996, I fell completely in love with this “last paradise on earth.” Back in Germany I only wished to read more about these islands. Besides facts and newspapers, I was mainly interested in Faroese literature. But there wasn’t much available in other languages, at least very little modern literature. So I was inspired to teach myself Faroese. And it was then that I truly discovered how richly blessed the Faroe Islands are with good books.
Provide a short translated excerpt of your choosing.
It's a little bit difficult to choose a suitable passage from so many pages. I will try pages 42-43 in Steintór Rasmussen's Ein er tíðin at liva, as they combine some history, nature, and a touch of suspense in just a few sections:
Birita rückte barsch von Louis ab. Sie hatte fast das Gefühl, als wolle der Polizeipräsident den Zauberer aus der Erde heraufbeschwören, damit er ihm helfe, das Rätsel um den verschwundenen Jungen zu lösen.
Dann aber gingen sie zurück zum Polizeiwagen und fuhren über die Landenge von Viðareiði hinüber zur Ostküste. Von dort blickten sie auf die Insel Fugloy, die immer noch im Sonnenlicht badete. Louis nahm das Thema wieder auf und erzählte von den sogenannten „Parteimännern“ Høgni Nev und Rógvi Skel oder wie immer sie auch geheißen haben mochten. Birita war kurz davor, ihn darum zu bitten, seinen Mund zu halten. Sie war weder daran interessiert, sich weiter seine Vorträge anzuhören noch eine Prüfung im Fachbereich „Färöische Sagen“ abzulegen. Denn sie hatten soeben Eiðsvík erreicht, wo sie auf weitere Suchtrupps trafen. Der Polizeihund, den diese dabeihatten, wurde plötzlich unruhig. Er begann heftig zu bellen und an der Leine zu reißen. Er schien seinen Führer hinunter zum schwarzen Steinufer ziehen zu wollen. Biritas Herzschlag wurde schneller. In ihrer noch kurzen Karriere als Kriminalpolizistin war es ihr bisher erspart geblieben, die Leiche eines Kindes sehen zu müssen. Der Geruchssinn des Schäferhundes war ausgesprochen gut. Er sabberte aufgeregt und gab sich alle Mühe, Louis dazu zu bewegen, ihm zu folgen. Hatte der Hund etwas erschnüffelt oder was für eine Fährte mochte er aufgenommen haben? Zwischen den mächtigen Felsen schwamm etwas im Tang. Sie erstarrte, als sie sah, dass es sich um eine hellblaue Jungenmütze handelte.